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Freud und Leid

Immer nur Freude wäre ja langweilig und immer nur Leid wäre gruselig. Bei uns überwiegt aber noch die Freude.

Zuerst das Schöne:

 

Auf der Baustelle war wieder einiges los. Wir dachten, auch Ex-Rohr wäre bei uns und macht die Dichtigkeitsprüfung der Entwässerungsrohre, wir konnten aber niemanden entdecken.


Der Sandberg an der Straße ist auch weg und der Weg wieder zugepflastert.

Einen Weg aus Paletten hat auch jemand gebaut. Trotzdem sah der Boden im ganzen Haus aus, wie die vordere Palette...

Nun ist aber alles wieder saubergefegt. Bis morgen...

 

Und der Fliesenleger war da und hat die Wanne eingemauert. Es ist nun ganz wundertoll geworden. 

Damit hat er die Rundungen des Unterbaus gemacht.

 

Als wir ankamen, war er gerade dabei, ohne Maße (hatte er nicht mitbekommen) den letzten oberen Aufbau zu mauern und die Seite, an die der Wasserhahn und die Duschbrause kommen sollen, war viel zu kurz. Zum Glück kamen wir rechtzeitig, um das klarzustellen, dass es sonst nicht passt. So hat er noch etwas angeflickt, damit wir auf unsere berechneten 50 cm kommen (dort, wo der Schlauch herauskommt). Das hat er wunderbar gemacht. Aber meine Wannen-Abdeckung war für die Katz, weil er sonst nicht mauern konnte.
Die Wandnischen hat er für die Mosaikfliesen auch schon wunderbar glatt gemacht. Die haben wir gestern bestellt, zusammen mit den Dekorfliesen fürs Gästebad.

Auch die herrliche Sitzbank, die er extra stabil gemauert hat, gefällt mir sehr. Da werde ich das ein oder andere Minütchen oder Stündchen
drauf verbringen und föhnen (man beachte die Steckdosen in der Fensterlaibung), klönen mit Sven, wenn er badet  (und denkt, er hätte seine Ruhe) oder den Schneeflocken zuschauen.

Und was noch toll war, der Klempner hat schon unsere Duschwanne eingebaut. Total bodengleich, wenn die Fliese davorkommt.

 

 

 

Im Nebenraum war der Heizungsbauer auch fleißig und hat unsere Heizung aufgestellt, die morgen ja in Betrieb gehen soll. Und sie nimmt gar nicht soviel Raum ein, wie wir dachten, es ist davor noch massig Platz.

So sehen die Anschlüsse auf der Heizung oben aus. Hinten das Runde ist ein Druckausgleichsbehälter, falls der Wasserdruck mal schwankt, die sind übrigens auch in der Heizung links zu sehen..

Und so sieht es unten rechts darin aus, da wird mir schwindelig bei den ganzen Anschlüssen.

Morgen wird das Estrichprogramm gestartet und zwar nicht über die Wärmepumpe, die wenig verbraucht, sondern die erste Zeit über Strom.

je 3 Tage mit 25 °C, 30 °C, 35 °C, 40 °C, 5 Tage mit 45 °C, dann wieder je 3 Tage mit 40 °C, 35 °C, 30 °C, 25 °C (also 29 Tage) bis alles trocken ist. Das wird eine teure Zeit mit 8,5 kW/Std. Aber der Heizungsbauer sagte, dass das immer so gemacht wird, weil die Wärmepumpe die hohen Temperaturen über eine lange Zeit nicht schafft. Es wäre, als würde man wochenlang mit einem Auto immer 200 km/h fahren. Kann man, sollte man aber nicht.
So hat Sven mit ihm abgesprochen, dass er sofort, wenn die Temperatur wieder auf 25 °C herunter ist, auf die Wärmepumpe umschaltet.

 

Draußen ist auch schon der kleine Temperaturfühler angebracht.

Und morgen wird die Heizung noch an den "Schornstein" angeschlossen. Aber nicht, dass ihr denkt, da kommt dann Rauch heraus, es ist ja gar kein Schornstein, sondern unsere frische Zuluft fürs Haus. Rechts der kleine Pinöpel ist für die Entlüftung der Wasserrohre.

 

Gestern war übrigens die Telekom da und hat einen Kasten (rechts) mehr an die Wand geschraubt.

Und auf der anderen Seite warten die Strommaterialien darauf, in den Zählerkasten eingebaut zu werden.
Aber der Zähler ist ja noch nicht da.

 

Oben hat der arme Heizungsbauer den Estrich von den Ventilen entfernt und das untere freigepickelt.

 

Ein Sprichwort sagt: Narrenhände beschmieren Tisch und Wände. 

Nunja, einen Tisch haben sie ja nicht gefunden... Dafür gibt es unzählige dieser "Kunstwerke" an den Wänden. Wer macht so etwas?

 

Der Putz an den Fensterstürzen reißt weiter.
Hier am Wohnzimmerfenster

Und in der Küche. Aber unser Bauleiter hat den Putzer noch einmal zu uns geschickt, dass er das alles ausbessert.

Leider "wellt" sich auch jetzt die Schlafzimmerwand. Mal sehen, was unser Maler morgen dazu sagt.
Vielleicht verzieht es sich ja wieder, wenn es trocken ist?


So nass ist die Küchenwand noch.


Aber zum Glück war unser Trockengeräteverleiher pünktlich da und hat uns 3 Trockengeräte mit 60l Wannen und Schläuchen und einen Ventilator gebracht.

Die dürfen aber erst in Betrieb genommen werden, wenn im Haus mindestens 15 °C sind. Heute sah man noch den Atem.
Hoffentlich läuft die Heizung morgen an, dann ist es nachmittags bestimmt warm genug, um die Trockner anzuwerfen. Und ab da müssen wir jeden Tag einmal die großen Wannen leeren. Die Schläuche können wir ja noch nicht anschließen, weil unsere Gruben ja noch nicht ans Stadtnetz angeschlossen sind und es bei den Mengen vielleicht ansonsten einen Rückstau ins Haus gibt, das wollen wir lieber nicht riskieren.
Aber ich denke, dass man die Schläuche in die Wannen legen kann und draußen ansaugen, so dass es abfließt und man nicht mit Eimern entleeren muss, denn 60 kg kann man ja nicht mal so einfach hinaustragen.

 

Nun noch ein kleines Leid für heute:
Unsere Pflasterfirma Bornbau hat eine Mail geschrieben, darin war die erste dicke Rechnung für die Entwässerungsarbeiten, die abgeschlossen sind. Nein, das ist kein Leid, das war ja vorauszusehen.

Aber die folgende Mitteilung machte uns schon ein bisschen traurig:

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Leider muss ich Ihnen noch mitteilen, dass wir in der nächsten Woche nicht mit den Arbeiten bei Ihnen forfahren können.

Unser Baustoffhändler hat uns soeben mitgeteilt, dass das Betonwerk Ihr Pflaster (trotz erfolgter Bestellung) an einen andereren

Kunden verkauft hat.

Es wird ca. 14 Tage dauern, das neue Pflaster zu produzieren, d.h. wir können mit Glück Ende der 14. KW bei Ihnen weiter machen.

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Das ist so schade, hatte ich mich doch darauf gefreut, bald trockenen (und sauberen) Fußes ins Haus zu gelangen. Und Geduld ist gar nicht meine Stärke. Hauptsache, es wird bis zum Einzug noch fertig und danach siehts ja aus.


Jedenfalls war unsere Urlaubsplanung nun etwas daneben, denn wir haben ab nächster Woche 3 Wochen freigenommen und wie es aussieht, können wir fast gar nichts tun. Vielleicht verschieben wir ein paar Tage dann lieber auf unbestimmte Zeiten, an denen wir sie mehr brauchen.

 

 

Und zum Abschluss noch was Schönes - der Frühling pirscht sich an.

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